Die Kirche zu Kapfelberg

 

Wann in Kapfelberg die erste Kirche errichtet wurde, kann nicht gesagt werden. Es gibt Stimmen, die einen solchen Bau bereits im 9. oder 10. Jahrhundert vermuten. Mit Sicherheit wird man aber davon ausgehen können, dass alsbald nach der Jahrtausendwende auf dem Platz, auf dem die Kirche heute steht, eine Vorläuferkirche erbaut wurde. Ohne genaue Anhaltspunkte zu haben, dürfte die Annahme, ein Kirchenbau könnte im Zusammenhang mit dem Bau eines Schlösschens stehen, nicht allzu abwegig sein; dieses erste Schlösschen soll bereits im 11. Jahrhundert erstellt worden sein. In den  „ Kunstdenkmälern Bayerns “ wird zur heutigen Kirche gesagt, dass es sich bei ihr um eine nachgotische Anlage aus der Zeit um 1600 handle, die im Barock verändert worden sei. Pfarrer Heribert Kleinhempl (1958-1979) meint, die Kirche wäre ein frühgotischer Bau, der bis zum Jahre 1200 zurückreiche. Letzteres dürfte vor allem auf den Kirchturm, der allgemein ein Symbol geistlicher Herrschaft ist, zutreffen. Dieser Kirchturm gehörte möglicherweise schon zu einer Vorgängerkirche. Fest steht, dass der Kirchturm sein heutiges Aussehen mindestens seit dem Jahre 1694 und die Kirche das ihrige seit 1720 hat. In diesem Jahre 1720 höhte man die Kirchenmauer um vier Schuh auf. Die sechs Kirchenfenster erweiterte man damals auf die heutige Größe. Auch die jetzt stehende Sakristei wurde damals an der Stelle einer baufällig gewordenen Vorgängerin errichtet. Die Vorhalle zur Kirche stammt aus dem Jahre 1896. Beim Betreten des Gotteshauses fällt der Blick sogleich auf den aus dem Jahre 1906 stammenden Hochaltar.

Die auf ihm stehende Madonna soll aus der Zeit um 1720 stammen. Die Eltern von Maria, sind hinter dem Hochaltar rechts die Mutter Anna und auf der linken Seite Vater Joachim angebracht, die vermutlich auch aus dieser Zeit stammen. Die beiden Seitenaltäre ließ man 1722 anfertigen. Die beiden Altarblätter, auf dem linken Seitenaltar den hl. Sebastian und auf dem rechten Seitenaltar den hl. Antonius darstellend, sind eine Arbeit aus dem Jahre 1864. Der Altar (Volksaltar) aus Stein wurde bei der letzten Innenrenovierung 1993 neu errichtet. (Pfarrer Dr. Friedrich Hartl 1979-2003)

Sowie die Heiligenfiguren brachte man alle auf die Südwand der Kirche an. Madonna mit dem Jesuskind stammt aus der  Zeit um 1490. Nicht bekannt ist, wann die Figur des hl. Nepomuk in die Kirche kam. Die Statue des hl. Josef erwarb man 1930, dass gleiche gilt vermutlich auch für die Herz-Jesu-Statue. Auch die Mater Dolorosa (Schmerzensmutter) stammt aus dem Jahre 1930.

Die Kanzel ließ man 1728 anfertigen. Die Wangen der Kirchenstühle stammen zumeist aus dem Jahre 1730. Den Beichtstuhl an der Südwand ließ man1906 anfertigen. Den begehbaren Beichtstuhl unter der Treppe zur Empore wurde 2010 angeschafft. Die 14 Kreuzwegbilder die alle an der Nordwand angebracht wurden erwarb man 1951. Das Deckengemälde stammt aus den Jahren 1880. Rechts neben der Kirchentüre begegnet uns die Statue des hl. Wendelin, die – 1751 gekauft – früher auf einem der beiden Seitenaltäre stand.

Im Jahre 2011 musste der Kirchturm innen und außen neu renoviert werden. Das Gebälk im Dachstuhl musste zum Teil erneuert werden, da mehrere Balken morsch waren. Das Kupferdach erneuert, das Turmkreuz vergoldet, die Zifferblätter der Turmuhr neu gefasst und das Mauerwerk mit einem neuen Anstrich versehen. (Pfarradministrator Herbert Rösl 2003-2012).

 

                                                                              (Hans Wagner, Weinberg und Steinbruch des Herrn)

 

Pfarrkirche  Kapfelberg  -  Aufnahme  1960

Diese schwarz-weiß Aufnahme zeigt wie der Hochaltar um 1891 ausgesehen hat.

Innenansicht der Pfarrkirche Maria Immaculata um1891.

Aufnahme um 1930. Die Kirchenbänke sind noch links und rechts an der Au- ßenwand angebracht. Nach der fünften Stuhlreihe ist eine Reihe ausgelassen

um zum Beichtstuhl zu gelangen.

Hochaltar um 1950. Kerzen elktrisch beleuchtet. Über dem Altarkreuz sieht man das "Auge Gottes". Kleines Dreieck mit Strahlenkranz, dieser Aufsatz wurde bei der Innenrenovierung 1968 entfernt.

Innenansicht der Marienkirche

Linker Seitenaltar - Heiliger Sebastian
Hochaltar
Rechter Seitenaltar - Heiliger Antonius
Hochaltar
Heiliger Joachim - Vater von Maria
Heilige Anna - Mutter von Maria
Linker Seitenaltar - Heiliger Sebastian. Ovales Bild ganz oben heiliger Petrus.
Rechter Seitenaltar - Heiliger Antonius mit Jesuskind. Ovales Bild ganz oben heiliger Paulus.
Schmerzensmutter Maria uner dem Kreuz
Heiliger Nepomuk - Heilige Maria mit Jesuskind - Heiligstes Herz Jesu
Heiliger Josef mit Jesuskind
Heiliger Wendelin
Der Gekreuzigte - Vortragskreuz
Der Auferstandene

Taufstein 2017 in der Osternacht gesegnet.

Deckengemälde "Maria die unbefleckte Empfängnis"
Evangelist Matthäus - Engel
Evangelist Markus - Löwe
Evangelist Lukas - Stier
Evangelist Johannes - Adler

 

Die farbigen Glasfenster der Marienkirche

 

Fatimabild im Vorraum

 

des Leichenhauses

Gedenkbild von der Pfarrgemeinde Kapfelberg für die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914-1918

Den Gefallenen aus Dankbarkeit gewidmet Pfarrgemeinde Kapfelberg
Lebet IHR dem Vaterland für das WIR gerne gestorben

Sankt Vitus zu Lindach

Die Kirche zu Lindach ist eine gotische Anlage aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, die in der Barockzeit verändert worden ist. Man wird davon ausgehen können, daß die heutige Lindacher Kirche die erste ist, die an diesem Ort gebaut wurde. Umso erstaunlicher ist es, daß diese Kirche vor gut 600 Jahren bereits in etwa in den heutigen Ausmaßen errichtet wurde, erstaunlich vor allem deshalb, wenn man die damalige Zahl der Gläubugen bedenkt, die zum Sprengel dieses dem hl. Vitus geweihten Filialgotteshauses gehört haben. Der in der Kirche befindliche Hochaltar stammt aus dem Jahre 1736. Das den Kirchenpatron, den hl. Vitus darstellende Altarblatt, ebenfalls aus dem Jahre 1736, wurde 1833/34 sowie 1975 überholt. Die beiden Seitenaltäre und die Kanzel wurden 1750 angefertigt. Auf dem recten Seitenaltar steht die Statue Christus am Stock, auf dem linken eine Statue der Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. Die Nordwand der Kirche schmückt eine Pieta. Die Kreuzwegbilder wurden 1903 von der Pfarrei Essing hergeschenkt, die Kirchenstühle 1731 angeschafft.

Damals errichtete man auch das heute zu einem Leichenhaus umgebaute Seelhäuschen. Die auf der zuletzt 1726 instandgesetzten Empore stehende Orgel stammt aus dem Jahre 1895. Sie ist die dritte Orgel, die in der Kirche Aufstellung fand. Die erste Orgel erwarb man 1863, die zweite im Jahre 1884. Die zuletzt 1909 neu verglasten Fenster erhielten ihre heutige Größe im Jahre 1730. Aus diesem Jahr stammt auch die Sakristei. Der Kircheneingang befindet sich seit 1723 im Westgiebel. Er befand sich bis zu diesem Zeitpunkt im westlichen Bereich der Nordwand der Kirche. 1723 höhte man auch den Chorraum der Kirche etwas auf, um diesen dem Langhaus, das sicherlich schon früher einmal etwas erweitert und höher gebaut worden war, anzupassen. Der heutige Kirchturm stammt aus der Zeit um 1765. Der Turm wurde 1960 neu eingedeckt. In ihm hingen bis 1937 zwei Glocken, von denen eine aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und die andere aus dem Jahre 1777 stammte. Sie gab man 1937 gegen zwei neue dran, die dann im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden mußten. Am 22. März 1945 konnte Pfarrer Birkenseer eine heut noch vorhandene Ersatzglocke aus Stahl weihen. Heute hängen im Turm, seit 1947, wieder zwei Glocken. Sie sind dem hl. Vitus und dem hl. Josef geweiht. Sie tragen als

Aufschrift neben dem Patron jeweils die Bitte: " Bitte für uns " und " K. Hamm, Regensburg, goß mich 1947 ".   

1970 gab es größere Bemühungen um eine Totalsanierung des Baus. Pfarrer Dr. Friedrich Hartl der die Pfarrei Kapfelberg 1979 übernahm, entschloß sich für eine Außenrenovierung im Jahre 1997. Leider konnte man bis dahin noch keine Gottesdienste in der Kirche feiern, die bereits 1987 eingestellt wurden.

Erst als die Kirchenstiftung Kapfelberg unter der Leitung von Pfarrer Herbert Rösl sich nochmals ernstlich um die Innenrenovierung

bemühte, konnte im Jahre 2007 mit der Innenrenovierung begonnen werden.

Seit 2009 kann der Innenraum wieder für Gottesdienste und Andachten genutzt werden.

                                                                                   (Hans Wagner, Weinberg und Steinbruch des Herrn)

Innenansicht der Kirche Sankt Vitus
Hochaltar mit A ltarbild vom heiligen Vitus
Pieta
Wappen von Papst Benedikt XVI - Schlußstein vom gotischen Gewölbe des Altarraums

  Die vier Evangelisten dargestellt in

den Glasfenstern der Kirche.

Evangelist Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Friedhofskreuz in Lindach

Marienkapelle zu Lohstadt - Gundelshausen

 

 

Die Bewohner von Lohstadt und Gundelshausen errichteten bereits im ausgehenden 17. Jahrhundert oder im 18. Jahrhundert eine Andachtsstätte, eine kleine Kapelle. Diese Kapelle wurde in der Zeit der Aufklärung, in der mit der Säkularisation einhergehenden Bilderstürmerzeit, um das Jahr 1803 abgebrochen. Nachdem die in dieser Zeit vorherrschenden geradezu revolutionären Ideen, die sich mit einem offenbar aufgestauten Haß gegen alles Kirchliche wendeten, allmählich wieder verflogen waren, wagten sich die Bewohner der beiden Orte im Jahr 1828 daran, an der bisherigen Stelle eine neue Kapelle zu errichten. Diese stand nahezu 100 Jahre, bis man sich im Jahre 1921 gezwungen sah, sie wegen totaler Baufälligkeit bis auf den Grund abzubrechen und einen Neubau zu errichten. Dies geschah, wie Pfarrer Josef Segerer am 2. Juni 1922 berichtete, "zunächst zu dem Zwecke, damit genannte Bewohner dortselbst ihren Samstag-Nachmittag-Rosenkranz abhalten können".

Die neue Kapelle wurde gegenüber ihrer Vorgängerin etwas größer erstellt und mit einem kleinen Turm versehen, in welchen man ein Glöcklein hing. Der Bitte des Pfarrers vom 22. Juni 1922, die Kapelle benedizieren zu dürfen, entsprach Bischof Antonius am 3. Juli 1922 unter der Bedingung, daß für die künftige Unterhaltung dieser Kapelle gesorgt ist. Gleichzeitig genehmigte Bischof Antonius auch, daß in dieser Kapelle auch ein Gottesdienst zelebriert werden darf.

Im Mai des Jahres 1972 ließ die Gemeinde Lohstadt, den Turm der Kapelle neu mit Kupferblech eindecken, sowie die Kapelle innen und außen neu tünchen.

Beim Feuerwehrfest 1998 zum 100-jährigen, ließ die Stadt Kelheim die 

Marienkapelle ebenfalls außen mit einem neuen Anstrich versehen. Ebenfalls hat die Freiwillige Feuerwehr Lohstadt-Gundelshausen zum 100-jährigen Bestehen, für die Feuerwehrkameraden einen Gedenk- stein, rechts neben der Kapelle aufstellen lassen.

 

                                                                                  (Hans Wagner, Weinberg und Steinbruch des Herrn)

 

 

    

    Innenansicht der Marienkapelle

 

 

 

 

 

 Feldkreuze – Marterl – Bildstöcke

 

und Kapellen in der Pfarrgemeinde

 

Kapfelberg